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Verbunden in lebendigem Glauben.
Verbunden im lebendigem Glauben
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Friedensgebet
montags | 18.30 Uhr
im Pfarrsaal St. Georgen
I h r e   S P E N D E   h i l f t !
Hilfe für die Ukraine
Liebe Leserinnen und Leser!

Zu den Sätzen, die ich nicht mag, gehört der Ausspruch „Ich habe beide Hände voll zu tun.“ Wenn ich mich dabei ertappe, diesen Satz selbst zu sagen, ärgere ich mich darüber. Denn damit sage ich: Für anderes ist gerade kein Raum. Nicht aus Klugheit, sondern vielmehr aus einem inneren Getriebensein.
Kohelet, der Prediger des Alten Testaments, gibt uns dazu eine Weisheit mit auf den Weg:

„Besser eine Hand voll mit Ruhe, als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.“

Kohelet stellt zwei Menschen einander gegenüber: den einen mit vollen Fäusten und den anderen mit einer Hand voll Ruhe. Zwei volle Fäuste stehen für ein Leben, das immer mehr will, das krampfhaft festhält und nur schwer loslassen kann. Volle Terminkalender, volle Konten, immer neue Aufgaben. Ewiges Rennen, das nirgendwo ankommt, macht müde und schafft Frust. Es ist der Versuch, den Wind festzuhalten. Das wird nicht gelingen.
Kohelet kennt aber auch die andere Versuchung: das Nichtstun. Wer sich dauerhaft zurückzieht und nichts mehr anpackt, dem geht mit der Zeit Lebensfreude verloren. Daher: Weder die Hände in den Schoß zu legen noch beide Fäuste voller Mühe zu haben, ist wirklich sinnvoll. Keines von beidem führt zum Leben.
Kohelet lädt uns deshalb ein, das rechte Maß zu suchen. Zwischen rastlosem Tun und lähmender Untätigkeit liegt der Weg, zu dem Gott uns einlädt. Dabei ist das Entscheidende: Unser Leben liegt nicht allein in unseren Händen. Es liegt in Gottes Hand. Gerade deshalb müssen wir nicht alles selbst festhalten. Wer das weiß, der kann offen bleiben. Er darf mit einer Hand voll leben. Mit einer Hand voll Gelassenheit und Vertrauen auf Gott. Seine andere Hand ist dann frei. Sie muss nichts festhalten und nichts verteidigen. Sie ist offen, Gottes Gaben zu empfangen und sich dem Mitmenschen zuzuwenden.
Wenn nun nach der Sommerpause vieles neu beginnt, möchte ich mit Kohelets Weisheit in mein Leben schauen: Nicht alles, was geht, muss getan werden. Nicht jede Minute muss produktiv sein. Nicht jedes Mehr ist ein Gewinn. Der wahre Reichtum liegt in einer Hand voll Ruhe.
Gottes Segen und sein Friede möge Sie begleiten!

Ihr Pfarrer Peter Arnold
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