tresonare - Kirche SZB

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Fotos: Jürgen Leonhardt
„zeitvermählte Sommerklänge“ in barockem Ambiente

Ensemble „tresonare“ füllt Kirchen raum mit sakraler Musik aus vier Jahrhunderten

Das siebente Konzert in der Reihe des Musiksommers 2020 in St. Georgen gestalteten die Musiker und Sänger der Gruppe „tresonare“ aus Dresden. Das noch junge Ensemble bildet sich aus Juliane Gilbert (Violoncello), Elke Voigt (Orgel und Sopran) sowie den Bassbariton Clemens Heidrich.
Alle drei eint die Begeisterung für sakrale Musik. Dabei erklingen in ihren Programmen Kompositionen frühbarocker bis hin zu zeitgenössischen Komponisten, aber auch improvisatorische Elemente bereichern das Repertoire.
Am Montag, 17. August 2020, gestalteten die Musiker ein sehr abwechslungsreiches Programm in dem Stücke von Cesar Franck, Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz und J. S. Bach bis hin zu Jean Langlais zu hören waren. Unter dem Titel: „zeitvermählte Sommerklänge“ demonstrierten die Musiker ihr hohes musikalisches Können einerseits und die Fähigkeit Stücke aus verschiedenen Jahrhunderten zu „vermählen“.
Besonders angenehm vernahmen die Zuhörer die Harmonie der perfekt zueinander passenden Stimmen. Der glasklare Sopran Elke Voigts vermischte sich mit dem sehr angenehm weichen Bariton Heidrichs zu einem sauberen Wohlklang. Meisterlich zudem das Spiel Juliane Gilberts am Violoncello. Behutsam, einfühlsam, nie drängend gelang es, die musikalische Seele der Konzertbesucher anzuregen. Einmal von der umlaufenden Empore, dann wieder aus dem Altarraum und letztlich von der Orgelempore erreichten zumeist festliche Töne das aufgeschlossene Publikum. Aufgelockert in der Programmfolge gestaltete sich ein abwechslungsreiches Konzert, zuerst kraftvoll durch die Register der Orgel, dann wieder zart und zurückhaltend im Gesang.
Besonders reizvoll empfand man die Strophen der lyrischen Gedichte zwischen den Liedern, rezitiert durch Clemens Heidrich. Dadurch gestaltete sich nicht nur der Abend unterhaltsam, das Konzert aufgelockert und kurzweilig - es war auch eine Hommage  an die deutsche Dichtung, die im „Land der Denker und Dichter“ viel zu oft stiefmütterlich behandelt wird.
Zu einem Höhepunkt des Abends gestalteten sich für mich das allseits bekannten Paul-Gerhard-Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“, in dem die Künstler die 15  Strophen jeweils von einem anderen Komponisten intonierten. Das Publikum war zudem aufgefordert, drei Verse mitzusingen. Damit waren Künstler und Konzertbesucher in ihrem musikalischem Empfinden vereint.
Ein weiterer Abend in der Reihe ansprechender Konzerte des Musiksommers 2020 hinterließ seine musikalischen Spuren ... .
J.L.
21.10.2020
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