Musiksommer 2019 - Kirche SZB

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Fotos: Stefan Ditter
15. Juli 2019 - „Es war einmal am Fluss …“ – faszinierendes Konzert mit EXPROMT in St. Georgen
 
Während des dritten Konzertes der Reihe „Musiksommer in St. Georgen“ wurden die Zuschauer in die Weiten Russlands entführt.
Verantwortlich dafür war das russische Ensemble „EXPROMPT“, welches KMD Matthias Schubert bereits zum zweiten Mal nach Schwarzenberg eingeladen hatte. Nachdem die vier Musiker und ihre Sängerin Valeriya Shikova bereits im Sommer 2016 ihre Zuhörer begeistert hatten, waren auch am Montag, 15.07.2019, zahlreiche Besucher in die barocke Kirche gekommen und wurden nicht enttäuscht. Was die vier Musiker über fast zwei Stunden geboten hatten, war schon außergewöhnlich. Mit Ihren meisterhaft gespielten Instrumenten, Balalaika, Domra, Bajan und einem Balalaika-Kontrabass vermochten sie es von Anfang an, ihre Zuhörer in den Bann zu ziehen. Ihr Repertoire reichte von traditionellen russischen Weisen über Jazz-Foxtrott bis hin zu einem Tanz aus Peter Tschaikowskis Ballett „Schwanensee“. Mit unbändiger Spielleidenschaft, einem umwerfend virtuosen, feinsinnigen und begeisternden Ensemblespiel voller solistischer Glanzlichter entführte das Quartett in die weiten Landschaften Kareliens, in der die Künstler ihre Heimat haben. Alexey Kleshchenko, der zudem die Balalaika spielte, führte unterhaltsam mit Charme und manchem Augenzwinkern durch das Programm. Überraschend zeigten sich dabei die Fülle und erstaunliche Bandbreite, die den traditionellen russischen Instrumenten zu entlocken waren. Die faszinierende Mischung der verschiedenen Stilrichtungen, gepaart mit der Fähigkeit der vier Akteure Gefühle wie Liebe, Trauer und Melancholie, aber auch Lebensfreude musikalisch auszudrücken und die Zuhörer unmittelbar daran teilhaben zu lassen, beeindruckte zutiefst.
„Mit geschlossenen Augen sah ich die weiten russischen Landschaften an wir vorüberziehen.“ So drückte es eine begeisterte Zuhörerin aus, die aus Eibenstock angereist war. „Der Weg hat sich gelohnt!“, so die Besucherin des Konzertes.
J.L.

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Fotos: Stefan Ditter
8. Juli 2019 - Magier der Gitarrensaiten verzaubert
 
Das zweite Konzert des Musiksommers Schwarzenberg in der St. Georgenkirche am 8. Juli verdient das Prädikat herausragend. Zum einen deshalb, weil es nach jahrlangen Bemühungen gelang, mit Vicente Patíz einen herausragenden Gitarrenvirtuosen zu verpflichten. Zum anderen, weil der in Johanngeorgenstadt groß gewordene Künstler einen musikalischen  Kontrastpunkt setzte, über den mehr als 300 Konzertbesucher noch lange reden werden. Musikfreunde aus Sosa, Eibenstock, Annaberg-Buchholz, Bernsbach, Aue und  Schwarzenberg erlebten eine faszinierend-musikalische Weltreise. Patíz überschreibt sein aktuelles Programm mit Alegria; aus dem spanischen übersetzt mit „Freude“. So war es denn auch pure Lebensfreude, die der Weltenbummler auf seinen Instrumenten und mit locker-humorvollen Moderationen verströmte. Für seinen bezaubernden Mix aus virtuosem Spiel und grenzenlosem Optimismus setzt Patiz  Gitarren, Didgeridoo, Low Whistle, Percussion und seine weltweilt einmalige 42-saitige Harfengitarre ein. Ob lachende Kinder in Laos, die Melodik auslaufender Wellen am Ostseestrand, die geheimnisvollen Urwaldstimmen,  kubanische Lebensfreude oder das Feuer andalusischer Nächte -  Patíz breitet mit jedem seiner Titel einen Klangteppich aus, der den Alltag vergessen lässt und zum Träumen einlädt. Unverkennbar dabei - die musikalischen Einflüsse seiner Vorbilder, zu denen beispielsweise Johann Sebastian Bach, Pat Metheny, Vicente Amigo, Marc Berthoumieux oder Andreas Vollenweider gehören. Zwei Zugaben erklatschte sich das dem Gitarrenzauber verfallene Publikum. Diese Ovationen galten auch Kirchenmusikdirektor Matthias Schubert, dem mit der Konzertauswahl des diesjährigen Musiksommers ein besonderer Glückswurf gelungen ist. Schon am kommenden Montag folgt mit Musik aus Russland (Valeriya Shishkova & Exprompt) der nächste konzertante Glanzpunkt.
hjs
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Fotos: Jürgen Leonhardt
1. Juli 2019 - Eröffnungskonzert des Musiksommers 2019

Zusammen mit dem zweiten Halbjahr begann am Montag, 1. Juli, in St. Georgen der Musiksommer 2019.
Und das hochkarätig. Kein geringerer als der Trompetenvirtuose Prof. Ludwig Güttler kam an diesem Abend aus der Landeshauptstadt in die barocke Kirche nach Schwarzenberg. Damit wurde einmal mehr die enge Verbundenheit des Meisters deutlich, die er seit seiner Kindheit und Jugend mit dem Gotteshaus pflegt.
Doch an diesem Abend gab es noch einen ganz speziellen Grund, der Güttler und 14 Musiker des Ensembles Virtuosi Saxoniae nach Schwarzenberg führten. Handelte es sich bei diesem Konzert doch um die erste von vielen weiteren Veranstaltungen, die der dringend anstehenden Sanierung des 320 Jahre alten Gotteshauses dienen sollen. Doch dazu später mehr.
Zunächst gilt es jedoch die musikalisch-künstlerischen Leistungen der Musiker zu würdigen.
Es verwundert nicht, dass die Erwartungen besonders hoch lagen, wenn ein international gefeierter Trompeter nach Schwarzenberg kommt. Dementsprechend viele Besucher waren der Einladung zu diesem Konzert gefolgt, sodass die Kirche dicht gefüllt und nur vereinzelt ein freier Platz zu finden war.
Neben der virtuosen Spielweise, die zweifelsohne dem Ruf, der Ludwig Güttler vorauseilt und sich umfänglich bestätigt fand, ist in gleicher Weise das musikalische Können der Mitglieder des Ensembles Virtuosi Saxoniae zu würdigen. Besonders eindrucksvoll legten Johanna Mittag an der Violine und Robert Matthes mit seiner Oboe Zeugnis ihres künstlerischen Spielvermögens ab.
Werke von Telemann, Marcello, Biber, Quantz und Johann Sebastian Bach gaben den Künstlern die Möglichkeit, ihre Virtuosität unter Beweis zu stellen. Ein festliches barockes Konzert in einem ebensolchen Ambiente bildete den Auftakt zum diesjährigen Musiksommer.
Vor der Pause verlieh Kantor Matthias Schubert seiner Freude Ausdruck, dass dieses Konzert möglich wurde und erläuterte die Dringlichkeit der anstehenden Arbeiten in dem alten Gotteshaus.
Denn an dem Gebäude nagt der Zahn der Zeit.
Die Naturkräfte, die auf jedes Bauwerk einwirken, zeigen auch an diesem Gotteshaus ihre Auswirkungen.
So haben die jüngsten Untersuchungen ergeben, dass an entscheidenden Stellen der Baukörper einer umfassenden Sanierung bedarf. Auch deshalb stehen in naher Zukunft Bauvorhaben an, die nun keinen Aufschub mehr dulden.
Für die Sanierung sind 1 Million Euro veranschlagt. Neben der Unterstützung durch verschiedene Partner und verantwortliche Institutionen wird ein Großteil der entstehenden Kosten durch die Kirchgemeinde und uns alle, die wir sie dabei unterstützen, aufzubringen sein.
Diese Tatsache legte Professor Ludwig Güttler am Schluss des Konzertes den Zuhörern in seiner höchst eigenen, freundlich fordernden und doch charmant witzigen Art nahe. Laut ersten Informationen fiel dieser Aufruf in offene Ohren, was sich vor allem in der hohen Spendenbereitschaft am Ende des Abends widerspiegelte.
In Zeiten von Sattheit und Überfluss, wie ich meine, gut angelegtes Geld!

Dem Konzert am 1. Juli werden noch neun weitere interessante und ansprechende Abende im Rahmen des Musiksommers 2019 folgen.
J.L.
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16.07.2019
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