Kleiner Chor - Kirche SZB

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Fotos: Stefan Ditter
„ … mit wohlklingender Stimme … verherrlicht in der Musik!“
 
Bevor der Musiksommer in der St. Georgenkirche zu Schwarzenberg am kommenden Montag (31. August, 19.30 Uhr) mit der Merseburger Hofmusik unter Leitung des Gewandhausorganisten Michael Schönheit leider schon wieder seinen Abschluss findet, sorgte der Kleine Chor der Kantorei am 24. August beim achten Konzert dieser Musikreihe für ein außerordentliches und nachhaltiges Klangerlebnis.
Zum einen lag das an der von Kirchenmusikdirektor Matthias Schubert sensibel-facettenreich vorgenommen Liedauswahl. Zum anderen am Wohlklang der sich vereinenden Stimmen von Luise Egermann, Annerose Roth (beide Sopran), Ingrid Sohrmann und Cornelia Schubert (beide Alt), Jürgen Leonhardt und Bernd Epperlein (beide Bass) und Matthias Schubert (Tenor und Truhenorgel). Für den Musikliebhaber besonders erfreulich und achtungsgebietend: Das (fast) Doppelquartett wagte sich an anspruchsvolle Liedtitel heran und meisterte diese Herausforderung mit erstaunlicher Sicherheit und stimmlicher Ausgewogenheit. Der 1927 in Halle geborene Helmut Barbe komponierte beispielsweise das Lied „Wohlan, die Zeit ist kommen“. Bei der Interpretation waren punktgenaue Einsätze und höchste Konzentration beim Mitzählen der Takte gefragt. Herzlicher Beifall belohnte die gelungene Interpretation. Applaus „auf offener Szene“ gab es zudem für Annerose Roth. Die Flötistin spielte - einfühlsam begleitet von Matthias Schubert - einen Schostakowitsch-Walzer: beschwingt-heiter und virtuos-rhythmisch.  Einen musikalischen Hauch von der „Grünen Insel“ spürten die trotz Corona-Pandemie zahlreich erschienenen Konzertbesucher beim irländischen Lied „An Irish blessing“.
 Wer sich auf Musik zum Zurücklehnen, Augen schließen, zum tief entspannten Durchatmen und höchsten Glücklichsein freute, kam mit einer wohldurchdachten Auswahl von Abendliedern auf seine Kosten. Ob die schwedische Volksweise „Der Lärm verebbt“, „Der Abend kommt, die Nacht beginnt“ (Melodie und Text kommen aus Dänemark) oder „Abend wird es wieder“ (nach einem Text von Heinrich Hoffmann von Fallersleben) – die emotionalen Schlussakkorde wurden begeistert aufgenommen. Die Zugabe „Nimm  Abschied, Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr … „ (Claus Ludwig Laue bearbeitete diese schottische Weise) löste neben dem Gefühl der Dankbarkeit  für den gelungenen Konzertabend keineswegs Traurigkeit aus. Schon bald sehen sich die Musikfreunde wieder. Frühestens am kommenden Montag beim Musiksommer-Abschlusskonzert und spätestens beim Eröffnungskonzert des Musikfestes Erzgebirge am 4. September, 20 Uhr, in der St. Georgenkirche mit der Gaechinger Contorey unter dem Dirigat von Prof. Hans-Christoph Rademann. Dann wird die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach erklingen. hjs
21.10.2020
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